Praxis Burgwedel Zentrum für Innere und Allgemeinmedizin

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Patienteninfo

Teilnahme an Klinischen Studien

Unsere Praxis ist Studienzentrum für Therapiestudien. Derzeit führen wir Behandlungsstudien
für Patienten mit COPD ("chronische Bronchitis") durch. Wenn Sie Interesse haben, an neuen und etablierten Behandlungen im Rahmen einer Studie teilzunehmen, sprechen Sie uns, bitte, an.

Das Herz



Bluthochdruck
Ein zu hoher Blutdruck ist eine ernste Gefahr für die Gefäße, da er das Entstehen von Arterienverkalkung und damit das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen begünstigt. Schätzungsweise jeder fünfte Deutsche über 40 leidet an dieser Erkrankung. Allerdings ist vielen von ihnen diese stumme Gefahr für Herz und Gefäße nicht einmal bewusst. Ein Bluthochdruck tut nicht weh. Im Anfangsstadium können zwar gelegentlich einige Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen auftreten, den meisten Betroffenen fehlt jedoch meist der Anlass, eine ärztliche Kontrolluntersuchung durchführen zu lassen. Die frühzeitige Erkennung und Behandlung eines Bluthochdrucks ist aber sehr wichtig, um Spätfolgen vermeiden zu können.

Kennen Sie Ihren Blutdruck?
Die Messung des Blutdrucks ist eine sehr schnelle und völlig schmerzfreie Angelegenheit, die bei einem Arztbesuch oder auch in der Apotheke durchgeführt werden kann. Im Rahmen der Blutdruckmessung werden Ihnen zwei Zahlenwerte genannt: Ein höherer für den Druck, mit dem das Herz Blut in die Arterien presst, das ist der sogenannte systolische Druck, sowie ein niedrigerer, der diastolische Druck, der für die Ruhephase vor dem nächsten Herzschlag gilt.
Werte bis zu >139 zu 89< gelten noch als normal, darüber liegende Werte zeigen einen Bluthochdruck an. Medizinisch spricht man von Hypertonie. Man muss allerdings berücksichtigen, dass der Blutdruck im Tagesverlauf und auch in Abhängigkeit von der seelischen Verfassung oder vom Wetter schwanken kann. Daher werden zur eindeutigen Feststellung der Blutdrucksituation Mehrfach- oder Langzeitmessungen vorgenommen. Sind die Werte ständig über der Norm, liegt eine Hochdruckerkrankung vor. Bei älteren Menschen liegt der Blutdruck im allgemeinen etwas höher als bei jungen.

Erhöhte Blutdruckwerte - was kann man tun?
Je nachdem, wie stark Ihr Blutdruck erhöht ist, wird Ihnen der Arzt verschiedene Behandlungsmaßnahmen verordnen. In vielen Fällen ist eine medikamentöse Senkung des erhöhten Blutdrucks notwendig, die durch zusätzliche Begleitmaßnahmen unterstützt werden sollte. Da durch die Medikamente nur der Blutdruck gesenkt, nicht aber die, im übrigen meist unbekannten Ursachen der Erkrankung beseitigt werden, ist in der Regel eine Langzeitbehandlung notwendig. Welches Medikament Ihnen der Arzt dafür verschreibt, hängt von Ihrer individuellen Situation ab, d.h. Ihrem Alter, Ihrem Gesundheitszustand, der Höhe Ihrer Blutdruckwerte usw. In jedem Fall ist es für den Behandlungserfolg wichtig, dass Sie die Einnahme ärztlich verordneter Medikamente und Maßnahmen konsequent einhalten.
Sie selbst können viel dafür tun, um den Behandlungserfolg zu sichern:Reduzieren Sie Übergewicht, dadurch sinkt auch der Blutdruck. Überflüssige Pfunde strapazieren Herz und Kreislauf unnötig und erhöhen den Blutdruck. Essen Sie kochsalzarm, d.h. höchstens 2-3 Gramm pro Tag. Denken Sie dabei auch an verstecktes Salz und meiden Sie salzhaltige Lebensmittel, wie z.B. Geräuchertes, Fertigkost, Dosengemüse, Brühwürfel. Trinken Sie nur Natrium-armes Mineralwasser. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum und hören Sie auf zu rauchen. Achten Sie auf ausreichende Bewegung. Trainieren Sie Ihren Kreislauf, z.B. mit Schwimmen, Laufen, Rad fahren usw. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, welcher Sport und wie viel Bewegung für Sie richtig sind. Finden Sie zu einer ausgewogenen Lebensweise. Stress, Ärger, Zeit- und Leistungsdruck wirken blutdrucksteigernd. Entspannen Sie bewusst, das wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus. Helfen können Ihnen dabei bestimmte Entspannungstechniken, wie z.B. Autogenes Training oder Yoga. Auch eine spezielle Therapie mit ergänzenden Nährstoffen und Vitaminen zur Minimierung des oxidativen Streß kann zur Reduktion des Blutdrucks und zur Vermeidung von Folgeschäden beitragen.


Herzschwäche
Das menschliche Herz pumpt das Blut bis in die feinsten Kapillargefäße und versorgt dadurch den Organismus mit lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. Dazu schlägt es ununterbrochen, ohne Pause und ohne dabei zu ermüden, im Laufe von 70 Jahren etwa 3 Milliarden mal. Erkrankungen wie ein Bluthochdruck, die koronare Herzkrankheit, angeborene Herzfehler, Lungenerkrankungen und noch einige mehr können das Herz aber so stark überfordern, dass der Herzmuskel es nicht mehr schafft, genügend Blut in die verschiedenen Organe zu pumpen. Man sprichst dann von einer Herzschwäche, medizinisch auch Herzinsuffizienz genannt.

Wie macht sich eine Herzschwäche bemerkbar?
Anzeichen einer beginnenden Herzschwäche können sein: Schnellere Ermüdbarkeit als früher, Verlust von Leistungsfähigkeit Wassereinlagerungen in das Gewebe, vor allem angeschwollene Knöchelbereiche, in die man richtige Dellen drücken kann und die sich meistens am Nachmittag und Abend bemerkbar machen Luftnot beim Treppensteigen oder bei einer anderen anstrengenderen Arbeit Häufiges nächtliches Wasserlassen, da das ins Gewebe eingelagerte Wasser nachts verstärkt ausgeschieden wird Beschleunigter Puls mit dem Gefühl des 'Herzjagens', hinzu können kaltschweißige Haut, vermehrtes Schwitzen und Schwindelgefühle kommen.Schreitet die Erkrankung fort, treten diese Beschwerden nicht nur bei stärkerer körperlicher Belastung wie beim Tragen schwerer Lasten oder beim Treppensteigen auf, sondern auch schon bei an sich kaum belastenden Tätigkeiten und zuletzt sogar in Ruhe. Die rasche Ermüdbarkeit ist dabei die unmittelbare Folge der verringerten Herzleistung.

Was sind die Ursachen für die Herzschwäche?
Mit zunehmendem Alter des Menschen oder infolge von bestimmten Erkrankungen kann das Herz an Kontraktionskraft verlieren, d.h. es kann sich nicht mehr so gut zusammenziehen wie früher. Dadurch wird mit jedem Herzschlag auch eine geringere Menge Blut in den Körper gepumpt. Die Folge davon ist, dass dem Körper weniger Sauerstoff zur Verfügung steht, was wiederum die Leistungsfähigkeit der Muskeln und Organe beeinträchtigt. Der Betroffene fühlt sich dadurch weniger leistungsfähig, er ist oft müde und fühlt sich schnell schlapp. Selbst kleine Anstrengungen führen zu Atembeschwerden.
Besonders wenn dauerhafte Erkrankungen vorliegen, die dem Herz ständig eine erhöhte Leistung abverlangen, kann es zu einer Herzschwäche kommen. Eine Überforderung des Herzen besteht zum Beispiel oft bei: Übergewicht Bluthochdruck Koronarer Herzkrankheit Lungenerkrankungen angeborenen Herzfehlern

Wie wird eine Herzschwäche behandelt?
Wenn Sie Anzeichen einer beginnenden Herzschwäche bei sich bemerken, sollten Sie möglichst bald Ihren Arzt aufsuchen, der Ihnen nach einer genauen medizinischen Untersuchung einen Behandlungsplan erstellen wird. Die Behandlung der Herzschwäche ist umso erfolgversprechender, je früher sie einsetzt, da der geschwächte Herzmuskel sich dann noch gut wieder erholen kann.
Es wird zunächst versucht, das kranke Herz zu entlasten und die Kontraktionskraft des Herzmuskels zu stärken. In den meisten Fällen werden hierzu herzkräftigende Medikamente verordnet. Falls die Herzschwäche durch verengte Herzkranzgefäße entstanden ist, kann auch eine operative Weitung der Gefäße oder eine Bypass-Operation notwendig werden.

Was kann man sonst noch tun?
Sie selbst können noch einiges tun, um die medikamentöse Behandlung zu unterstützen. Ernähren Sie sich fettarm, kaloriengerecht und ausgewogen. Reduzieren Sie, wenn nötig, Ihr Gewicht, denn jedes überflüssige Kilo belastet Ihr Herz zusätzlich. Achten Sie auf eine salzarme Kost und verringern Sie Ihre tägliche Trinkmenge. Ihr Arzt wird Ihnen die für Sie relevanten Mengen mitteilen. Bewegen Sie sich regelmäßig, gut geeignet sind Spaziergänge, Schwimmen, Fahrradfahren oder Wandern. Machen Sie das, was Ihnen Spaß macht, überfordern Sie sich aber nicht. Organisieren und optimieren Sie Ihren Tagesablauf. Nach körperlich belastenden Tätigkeiten sollten Sie Ruhepausen einfügen. Machen Sie nicht alles auf einmal, sondern verteilen Sie Ihre Arbeiten auf den Vormittag oder den Nachmittag oder sogar auf mehrere Tage. Gönnen Sie sich einen Mittagsschlaf, und sei es nur für eine halbe Stunde. Lassen Sie sich nicht hetzen - gönnen Sie sich Pausen, wenn es Ihnen danach ist. Planen Sie Ihren Urlaub sinnvoll. Verzichten Sie auf Reisen mit großer körperlicher Anstrengung oder extremen klimatischen Bedingungen.

Diabetes

BlutzuckermessungDiabetes mellitus erkennen Diabetes mellitus Typ II Ernährung

Blutzuckermessung
Diabetes tut nicht weh und die Betroffenen merken oft lange nichts von ihrer Erkrankung. Doch gerade hier liegt die Gefahr. Durch die ständig erhöhten Blutzuckerspiegel kann es zu ernsthaften Folgeerkrankungen kommen. Zu ihnen gehören:Verkalkungen und Verengungen der Gefäße erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall Schwächung der Sehkraft bis hin zur Erblindung Nierenschädigung bis hin zum totalen Nierenversagen Nervenschäden, mit weitreichenden Folgen, z. B. Missempfindungen wie Brennen oder Kribbeln, Nachlassen von Temperatur- und Schmerzempfindlichkeit, Nervenschmerzen an Armen und Beinen, ImpotenzDiese Folgeerkrankungen sind oft mit erheblichen Einbußen an Lebensqualität verbunden und bei einem un- oder schlechtbehandelten Diabetes ist die Lebenserwartung deutlich verkürzt. Die Früherkennung eines Diabetes ist daher immens wichtig. Eine möglichst normnahe Blutzuckereinstellung ist der beste Schutz vor diabetischen Folgeschäden.

Wie wird eine gute Einstellung der Blutzuckerwerte erreicht?
Hierzu müssen Zuckerkranke oft verschiedene Medikamente einnehmen oder auch Insulin spritzen. Da der Energiebedarf des Körpers und damit auch der Blutzucker stark von verschiedenen Situationen abhängt, z. B. zugeführter Nahrung, körperlicher oder seelischer Belastung und sogar z. T. der Wetterlage, ist eine Anpassung der Medikamentendosis, vor allem aber der Menge des gespritzten Insulins notwendig. Der dabei entscheidende Wert ist die Konzentration des Blutzuckers, der heute mit einfach zu bedienenden Blutzuckermessgeräten auch sehr leicht selbst vom Patienten gemessen werden kann.

Was muss man bei der Blutzuckermessung beachten?
Diabetiker, die Insulin spritzen, müssen grundsätzlich, meist mehrmals am Tag, ihren Blutzuckerwert bestimmen. Die Messungen sind wichtig, um durch eine Anpassung der Insulinmengen den Zuckerwert möglichst immer im Bereich des Normalen zu halten. Er soll dabei weder zu hoch, noch zu niedrig werden, denn beides ist schädlich und kann auch gefährlich werden. Insulinpflichtige Diabetiker sollten im Allgemeinen vom behandelten Arzt ausführlich über die notwendigen Blutzuckermessungen und deren Durchführung mit einem Messgerät unterwiesen werden.
Diabetiker, die kein Insulin spritzen, müssen nicht unbedingt eigene Blutzuckermessungen durchführen. Eine regelmäßige Kontrolle erleichtert es ihnen und ihrem Arzt aber, verschiedene Blutzuckersituationen richtig einzuschätzen und somit eventuell eine bessere Einstellung zu finden.

Wie und wann misst man richtig, wenn man kein Insulin spritzt?
Blutzuckermessungen sollten nur ganz gezielt durchgeführt werden, um sich einen guten Überblick zu verschaffen. Das Ergebnis Ihrer Messungen sollten Sie in einem Blutzucker-Protokollheft aufschreiben und dabei Datum, Uhrzeit und gegebenenfalls eine Anmerkung über Tagesbesonderheiten nicht vergessen.
Sinnvoll ist das 1-2malige Messen in der Woche jeweils des Nüchtern-Blutzuckers und des Blutzuckers 2 Stunden nach einer Hauptmahlzeit. Bei körperlichen Aktivitäten, sollten Sie eine Messung vor und eine Messung unmittelbar im Anschluss an die Bewegungsaktivität vornehmen. So können Sie selbst gut erkennen, wie die körperliche Bewegung den Blutzucker verbessert. Weitere Blutzuckermessungen sind sinnvoll in außergewöhnlichen Situationen, die den Zuckerstoffwechsel beeinflussen können. Hierzu gehören z. B.:Üppige oder zuckerreiche Mahlzeiten (Messung 2 Stunden nach der Mahlzeit) Situationen mit erhöhtem Stress Krankheiten Klimatische Veränderungen, wie z. B. im Urlaub

Wie wird ein Blutzuckermessgerät richtig benutzt?
Blutzuckermessgeräte können nach unterschiedlichen Prinzipien arbeiten und dadurch die Zuckermenge, genauer gesagt die Menge der Glukose im Blut bestimmen. Es ist daher wichtig, dass Sie die Bedienungsanleitung Ihres Gerätes genau durchlesen und die Bedienungshinweise sorgfältig beachten.
Für die Blutzuckermessung benötigen Sie das Messgerät, einen Teststreifen, eine Lanzetten-Stechhilfe und Tupfer zur Desinfektion des Fingers vor dem Stechen. Schalten Sie zunächst das Gerät ein. Wenn Sie eine neue Packung mit Teströhrchen beginnen, müssen Sie in der Regel vor dem Einschalten erst den neuen Code-Chip aus der Teststreifenpackung in das Messgerät einstecken. Legen Sie nun einen Teststreifen in das eingeschaltete Gerät ein. Nehmen Sie Ihre Stechhilfe und stechen sich damit seitlich in eine saubere, zuvor desinfizierte Fingerkuppe. Drücken Sie leicht auf die Fingerkuppe und übertragen den dabei austretenden Blutstropfen auf das Messfeld des Teststreifen. Achten Sie darauf, dass das Messfeld vollständig mit Blut bedeckt ist. Bei korrekter Handhabung beginnt das Gerät nun mit dem Messvorgang und zeigt Ihnen nach ca. ½ Minute den Blutzuckerwert an. Notieren Sie nun den Wert in Ihrem Protokollheft mit Datum und Uhrzeit. Entfernen Sie den Teststreifen aus dem Gerät und schalten es aus.

In welchem Rahmen sollten die Blutzuckerwerte liegen?
Ihre Blutzuckerzielwerte solltennüchtern im Bereich zwischen 70 bis unter 100 mg/dl (auch: mg%, Milligramm-Prozent) und 2 Stunden nach dem Essen unter 140 mg/dlliegen.
Beachten Sie bitte, dass Blutzuckermessungen nur Sinn machen, wenn Sie daraus auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Wenn Sie also wiederholt zu hohe Blutzucker-Werte haben:Überprüfen Sie Ihre Ernährung. Hierbei kann ein Ernährungstagebuch hilfreich sein. Stellen Sie Ihre Essgewohnheiten auf eine gesunde, diabetesgerechte Nahrungsmittelzusammenstellung und -menge um. Reduzieren Sie Übergewicht. Bewegen Sie sich mehr. Regelmäßige sportliche Aktivitäten wirken sich günstig auf den Blutzucker aus. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre medikamentöse Einstellung, eventuell muss auch über Insulingaben nachgedacht werden.

Diabetes erkennen

Welche Warnzeichen für den Diabetes gibt es?
Alterszucker, medizinisch Diabetes mellitus Typ II genannt, tritt etwa ab dem 40. Lebensjahr auf. Da sich die Erkrankung schleichend entwickelt, bleibt sie meist lange Zeit unerkannt. Erste Anzeichen werden von den Betroffenen entweder kaum beachtet oder nur selten im Zusammenhang mit einer möglichen Zuckererkrankung gesehen. Warnzeichen, die man erst nehmen sollte, können sein:starkes Durstgefühl häufiges Wasserlassen ständige Müdigkeit Heißhunger auf Süßes Juckreiz Sehstörungen Erhöhte Infektanfälligkeit Schmerzen oder Missempfindungen wie z.B. Kribbeln in den Füßen oder Beinen

Wie kann man Diabetes frühzeitig erkennen?
Schätzungsweise jeder dritte Betroffene weiß selber nichts von seiner Zuckerkrankheit und geht damit hohe Gesundheitsrisiken ein. Daher sollte man, zur frühzeitigen Erkennung eines Diabetes, ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich einen Zuckertest durchführen. Dieser Test ist denkbar einfach. Hierzu wird ein Teststreifen, den es in jeder Apotheke gibt, in den Urin gehalten. Enthält der Urin Zucker, was in der Regel nur bei einem Diabetes vorkommt, wird das auf dem Teststreifen durch eine Farbänderung angezeigt.
Auch im Rahmen eines regelmäßigen Gesundheitschecks bei Ihrem Hausarzt, kann die Zuckerkrankheit erkannt werden. Hierzu bestimmt der Arzt die Zuckermenge im Blut. Dafür ist eine morgendliche Blutentnahme notwendig, vor der Sie noch nicht gefrühstückt haben dürfen.
Wer ein erhöhtes Risiko hat, an Diabetes zu erkranken, der sollte auch bereits vor dem 40. Lebensjahr regelmäßige Kontrollen seines Blutzuckers und auf eventuell vorhandenen Zucker im Urin durchführen lassen. Hierzu gehören:Menschen, deren Vater, Mutter oder Geschwister an Diabetes leiden Übergewichtige Menschen mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Gicht oder Herz-Kreislauferkrankungen Frauen, die während einer Schwangerschaft eine Störung oder gar einen Diabetes hatten, auch wenn das Problem nach der Schwangerschaft wieder beseitigt war Frauen, die Kinder mit einem Gewicht von über 4,5 kg geboren haben

Diabetes mellitus Typ II

Alterszucker, medizinisch Diabetes mellitus Typ II genannt, tritt etwa ab dem 40. Lebensjahr auf. Da sich die Erkrankung schleichend entwickelt, bleibt sie meist lange Zeit unerkannt. Erste Anzeichen werden von den Betroffenen entweder kaum beachtet oder nur selten im Zusammenhang mit einer möglichen Zuckererkrankung gesehen.

Wie kommt es zum Typ II Diabetes?
Normalerweise wird der Blutzuckerspiegel durch Hormone wie das Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, sehr genau eingestellt. Sobald der Blutzucker ansteigt, zum Beispiel nach einer Mahlzeit, sorgt das Insulin dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden kann, wo er zur Energiegewinnung genutzt wird. Bei Typ II Diabetikern ist dieser feinabgestimmte Stoffwechselmechanismus gestört. Die Körperzellen reagieren nicht mehr ausreichend auf das körpereigene Insulin. Oft kann dann aber auch die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin produzieren, um die verringerte Wirksamkeit durch erhöhte Hormonmengen auszugleichen. Die Folge davon ist, dass der Zucker nicht mehr in die Zellen geschleust und verarbeitet werden kann, sondern im Blut bleibt bzw. große Mengen davon mit dem Urin ausgeschieden werden.
Übergewicht ist eine häufige Ursache, die an der Entstehung eines Alterszuckers beteiligt ist.

Wie wird ein Typ II Diabetes behandelt?
Zwar ist die Veranlagung zum Diabetes ererbt, falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel sind aber in der Regel die auslösenden Faktoren dieser Erkrankung. Die Behandlung besteht demzufolge aus einer Reihe von Maßnahmen, die auf die positive Beeinflussung dieser Faktoren abzielen. Wichtige Grundpfeiler einer Diabetesbehandlung sind daher:Ernährung Medikamente Selbstkontrolle BewegungErnährung:
Der Verzehr von Zucker und aller zuckerhaltiger Nahrungsmittel muss strikt eingeschränkt werden. Da Kohlenhydrate im Körper auch in Zucker umgewandelt werden, muss ihre Zufuhr ebenfalls begrenzt sein. Hierzu bedient man sich der Berechnung nach sogenannten Broteinheiten. Um ein zu starkes Ansteigen des Blutzuckers mit hohen Spitzenwerten zu vermeiden, sollen kleine Mahlzeiten in Abständen von 2 - 3 Stunden eingehalten werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach Kohlenhydrat-Austauschtabellen und Ernährungsplänen. Sie erleichtern Ihnen die Einhaltung der Diabetes-Diät.
Medikamente:
Je nachdem, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch produziert, können blutzuckersenkende Tabletten, das Spritzen von Insulin-Präparaten oder auch eine Kombination aus beidem notwendig sein. Bei bestehendem Übergewicht reicht nach entsprechendem Abnehmen oft eine geringere Medikamentendosis und in günstigen Fällen kann sogar ganz auf Medikamente verzichtet werden.

Selbstkontrolle:
Um diabetischen Folgeschäden vorzubeugen, ist eine möglichst normnahe Einstellung des Blutzuckers extrem wichtig. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen müssen daher durchgeführt werden, um die Dosierung der Medikamente eventuell entsprechend anpassen zu können. Dazu reichen die gelegentlichen Kontrollen des Arztes nicht aus. Ein Diabetiker muss daher selbst, manchmal mehrmals täglich, seine Blutzuckerwerte messen. Hierzu gibt es heute sehr effektive und leicht zu bedienende Messgeräte.

Bewegung:
Regelmäßige körperliche Aktivitäten, die eine Ausdauerleistung verlangen, tragen zur Blutzuckersenkung bei. Außerdem trainieren sie das bei Diabetikern besonders gefährdete Herz-Kreislaufsystem. Sportarten wie Wandern, Radfahren, Schwimmen, Gymnastik, Joggen oder auch Tanzen sind geeignet.

Ernährung
Diabetesgerechte Ernährung bedeutet zunächst einmal, auf Zucker und zuckerhaltige Nahrungsmittel konsequent zu verzichten und die Zufuhr von Kohlenhydraten kontrolliert zu reduzieren. Eine wichtige Maßnahme ist auch Übergewicht abzubauen. Dies gelingt mit fett- und kalorienreduzierter Ernährung. Die Gewichtsreduktion hilft, den diabetischen Stoffwechsel zu stabilisieren und Medikamente einzusparen. Es gibt übergewichtige Typ II-Diabetiker, die mit Erreichen des Normalgewichts sogar wieder ohne Medikamente auskommen.

Weshalb muss die Menge der zugeführten Kohlenhydrate kontrolliert und begrenzt werden?
Unter dem Begriff Kohlenhydrate fasst man alle Substanzen zusammen, die aus Zuckern bestehen. Es gibt einfache Kohlenhydrate wie zum Beispiel den Traubenzucker und komplexe Kohlenhydrate, in denen viele Zuckermoleküle miteinander verbunden sind. Auch aus ihnen wird im Körper nach und nach Traubenzucker freigesetzt. Kohlenhydrate erhöhen den Blutzuckerspiegel unmittelbar, und zwar um so schneller und stärker, je einfacher ihre Struktur ist. Daher sollen einfache Kohlenhydrate strikt gemieden und komplexe Kohlenhydrate nur bedingt verzehrt werden.
Einfache Kohlenhydrate sind Traubenzucker, Haushaltszucker, Malzzucker und Honig. Sie sollten für Diabetiker tabu sein. Gleiches gilt für zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke wie zum Beispiel Limonaden. Aber auch Obst, zuckerhaltige Fruchtsäfte und Alkoholika sowie Bier sind reich an Zucker und einfachen Kohlenhydraten und daher weitgehend verboten. Dennoch müssen Diabetiker nicht ganz auf Süßes verzichten. Ersatzweise kann man mit Süßstoffen oder Zuckeraustauschstoffen wie Fruchtzucker beim Kochen und Backen nachhelfen.
Komplexe Kohlenhydrate sind in allen Getreideprodukten, also Brot, Teigwaren, Grieß, Haferflocken sowie in Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Gemüse enthalten. Weil sie langsamer in die Blutbahn gelangen, sind sie bedingt erlaubt, müssen aber im Ernährungsplan als Broteinheit (abgekürzt: BE) berücksichtigt werden. Die Broteinheit ist eine Berechnungsgröße für die Zufuhr an verdaulichen Kohlenhydraten.
ine BE entspricht dabei 12 Gramm Kohlenhydraten. 1 Gramm Kohlenhydrate liefert 4 Kilokalorien an Energie, eine Broteinheit entspricht demzufolge 48 Kilokalorien. Broteinheiten können beliebig gegeneinander ausgetauscht werden, so dass man seinen Speiseplan auch bei einer Diabetesdiät abwechslungsreich gestalten kann. Für Diabetiker gibt es umfangreiche Austauschtabellen, die beim Zusammenstellen eines geeigneten Speiseplans sehr hilfreich sind. Hiermit kann man auf langes Herumrechnen verzichten, wichtig ist dann nur noch das Abwiegen der einzelnen Nahrungsmittel. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach diesen praktischen Hilfen.

Wie viel Eiweiß und Fett darf ein Diabetiker essen?
Eine ausgewogene Ernährung soll die täglich aufgenommene Energiemenge aus etwa 50% Kohlenhydraten, 15% Eiweißen und maximal 35% Fetten liefern. Das entspricht etwa 60 - 70 Gramm Fett pro Tag. Eine Hälfte davon darf Koch- und Streichfett sein und entspricht mengenmäßig etwa 1 Esslöffel Öl und 3 Teelöffel Margarine oder Butter. Die andere Hälfte ist meist als verstecktes Fett in Wurst, Käse und Fleisch enthalten. Zum Abnehmen ist es wichtig, möglichst fettarm zu essen. Achten Sie also auf fettarme oder fettreduzierte Lebensmittel und verwenden Sie so oft wie möglich fettarme Garmethoden wie Dünsten, Römertopf oder fettfreies Braten in speziell beschichteten Pfannen.
Der Eiweißanteil im Ernährungsplan eines Diabetikers unterliegt zwar keinen Beschränkungen, eine hohe Eiweißzufuhr belastet jedoch sehr stark die Nieren. Daran sollten Sie also denken und nicht zu eiweißreich, also z.B. sehr viel Fleisch, essen.

Alle 2 - 3 Stunden eine kleine Mahlzeit
Damit der Blutzuckerspiegel möglichst ausgeglichen bleibt, sollten keine großen Nahrungsportionen auf einmal verzehrt werden, denn hiermit ist jedes Mal auch eine größere Menge an Kohlenhydraten zu bewältigen. Die lassen dann den Blutzucker stark ansteigen. Auch zu große Abstände zwischen den Mahlzeiten lassen den Blutzuckerspiegel stark schwanken. Besser sind daher 6-7 kleine Mahlzeiten regelmäßig über den Tag verteilt. Hierbei gelangt, in nicht zu weit auseinanderliegenden Zeiten, jeweils eine kleine Menge an Zucker ins Blut, die dann besser verwertet werden kann. Diese Ernährungsweise ist auch wichtig im Zusammenhang mit der Einnahme von blutzuckersenkenden Medikamenten, wie speziellen Tabletten oder Insulin.

Diabetes und Alkohol vertragen sich nicht!
Alkoholische Getränke wie normales Bier, süße Weine, Likör und Sekt sind für Diabetiker verboten, da sie zu hohe Zuckermengen enthalten. Aber auch der Alkohol selbst greift stark in den Stoffwechsel ein und kann den Zuckerspiegel stark schwanken lassen. Regelmäßiger Alkoholgenuss ist daher für Diabetiker besonders schädlich. Wer auf ein gelegentliches Gläschen nicht verzichten möchte, sollte dies mit seinem Arzt besprechen. Es gibt auch speziell für Diabetiker geeignete Wein- und Biersorten, die alkoholfrei und kohlenhydratreduziert sind.

Asthma

Was passiert bei Asthma?
Asthmatische Beschwerden treten anfallsartig auf. Dabei schwillt die Schleimhaut der Bronchien an und bildet verstärkt Schleim. Ein Anfall beginnt daher meist mit einem quälenden Hustenreiz. Die Bronchialmuskulatur zieht sich krampfartig zusammen. Dadurch wird die Atmung, insbesondere das Ausatmen stark behindert und es entsteht Luftnot. Das Atemgeräusch ist während des Asthmaanfalls pfeifend ziehend. Sobald der Anfall vorüber ist, klingen die akuten Beschwerden wieder ab.

Wo liegen die Ursachen für Asthma?
Die Veranlagung zum Asthma und der damit verbundenen verstärkten Reizempfindlichkeit der Bronchialschleimhaut ist angeboren. Ein Anfall kann bei derart veranlagten Menschen durch bestimmte Reize ausgelöst werden. Besonders bei asthmatischen Kindern kann kalte Luft verbunden mit körperlicher Anstrengung zum Anfall führen. Sehr oft ist Asthma aber auch die Folge einer Allergie. Die häufigsten Allergene, die die Bronchien reizen und einen Anfall auslösen können, sind Pollen, Hausstaub bzw. Hausstaubmilben, Tierhaare, Federn und bestimmte Nahrungsmittel oder Nahrungsmittelzusätze. Aber auch körperliche und seelische Belastungen oder Atemwegsinfekte können zum Auslöser werden.

Wie kann man Asthma behandeln?
Beim Verdacht auf eine asthmatische Veranlagung ist eine gründliche ärztliche Untersuchung wichtig. Für eine erfolgreiche Behandlung muss dann zunächst der Auslöser gefunden und festgestellt werden. Gerade bei allergisch bedingter Erkrankung ist das meist gar nicht so einfach, da die Anzahl der möglichen Allergene extrem groß ist und sie sowohl aus dem privaten als auch aus dem beruflichen Umfeld stammen können. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient ist daher für die Diagnosestellung und die sich anschließende Therapie sehr wichtig. Geben Sie Ihrem Arzt möglichst detaillierte Auskünfte über ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten und weisen Sie ihn auf mögliche Allergieauslöser auch aus Ihrem beruflichen Umfeld hin.
Die Behandlung des Asthmas erfolgt überwiegend mit Medikamenten, die die Bronchien erweitern sowie mit Mitteln, die die Schleimhäute abschwellen lassen. Hierdurch kann auch im akuten Anfall die Atmung erleichtert werden und die Betroffenen bekommen wieder besser Luft. Generell werden auch Medikamente eingesetzt, die der Unterdrückung allergischer Reaktionen dienen.

Was sollten Sie selber noch tun?
Wenn Sie Asthmatiker sind, ist es wichtig, einige Dinge zu lernen und zu beherzigen, die Ihnen das Leben mit der Erkrankung erleichtern. Hierzu gibt es spezielle Schulungsprogramme. Wo Sie an diesen Schulungen teilnehmen können, kann Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Krankenkasse mitteilen. Dort lernt man unter anderem, wie Ursachen und Folgen von Asthma zusammenhängen und wie man sich bei einem Anfall richtig verhält. Geübt wird auch die korrekte Messung des Atemvolumens mit dem Peak-Flow-Gerät und die Anwendung von Inhalationsgeräten, die für die Behandlung sehr wichtig sind. Wissen müssen Sie vor allem auch, welche Medikamente und Maßnahmen sie regelmäßig und welche Sie bei einem Anfall anwenden müssen. Ferner sind bei Asthma auch das Erlernen bestimmter Entspannungstechniken, sowie Atemschulung und spezieller Asthmatikersport hilfreich, um seine Lebensweise und seinen Gesundheitszustand zu verbessern.

Bronchitis
Die Bronchien sind die Verästelungen der Luftröhre, die in die Lunge führen. Bei einer Bronchitis sind sie entzündet. Eine Bronchitis tritt oft im Gefolge einer Erkältung auf. Nachdem sich Erkältungserreger in den oberen Luftwegen, also Nase, Hals und Rachen, festgesetzt haben, wandern diese nach wenigen Tagen auch in die Bronchien ein. Meist zeigt ein 2 bis 3 Tage nach Beginn einer Erkältung einsetzender Husten die Ausdehnung der Infektion auf die Bronchien an. Anschließend können Fieber und weißlich-gelblicher Schleimauswurf auftreten.
Ausgelöst wird eine Bronchitis durch Erkältungsviren, oft sind aber auch zusätzliche Erreger, insbesondere Bakterien, an der Infektion beteiligt. Bei einer Vorschädigung der Bronchien durch Rauchen, Schadstoffbelastung oder eine noch nicht lange zurückliegende Atemwegsinfektion erhöht sich das Risiko einer Bronchitis.

So kommt es zu einer Bronchitis
Normalerweise sind die Bronchien mit einem sehr effektiven Schutz gegen Krankheitserreger wie Bakterien und Viren ausgerüstet. Das Innere der Bronchien ist mit einem Rasen von Flimmerhärchen ausgekleidet, die sich stets im Gleichklang bewegen. Hierdurch werden Staubpartikel und Krankheitserreger wie auf einem Transportband in Richtung Rachen bewegt und dort abgehustet. Auf dem Rasen der Flimmerhärchen liegt ein dünner Sekretfilm auf, der von Schleimzellen produziert wird. Dieser Schleim ist recht klebrig und in die Bronchien eingedrungene Fremdstoffe haften daran fest. Durch die Bewegung der Flimmerhärchen werden sie dann wieder in Richtung Ausgang befördert.
Bei einer massiven Belastung mit Schadstoffen oder Krankheitserregern, reagiert die Bronchialschleimhaut mit einer vermehrten Sekretproduktion und schwillt an. Die Flimmerhärchen schaffen dann den Abtransport nicht mehr. Dadurch staut sich das Bronchialsekret als zäher Schleimfilm auf. Hierauf können sich Erkältungsviren und Bakterien sehr gut ausbreiten und vermehren.

Was können Sie bei einer Bronchitis tun?
Bei einer leichteren Bronchitis können Hustentees und pflanzliche Präparate Linderung der Beschwerden bringen. Fragen Sie in der Apotheke nach entsprechenden Präparaten.
Wenn nach 2 bis 3 Tagen keine deutliche Besserung eintritt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er wird Ihnen die notwendigen Arzneimittel verordnen, damit die Erkrankung abheilt und nicht chronisch, das heißt dauerhaft wird. Bei einer Bronchitis sind oft mehrere Medikamente notwendig. Zum einen dienen sie dazu, den zähen Bronchialschleim zu verflüssigen, damit das Abhusten leichter fällt. Falls die Nachtruhe durch starke Hustenattacken gestört wird, können zusätzlich hustendämpfende Medikamente eingesetzt werden. Bei einem bakteriellen Infekt kann auch ein Antibiotikum notwendig werden, das Sie nach den Hinweisen des Arztes anwenden müssen. Auch wenn sich die Beschwerden rasch bessern, muss das Antibiotikum oft noch einige Tage weiter eingenommen werden, um alle Bakterien zu beseitigen. Sonst besteht die Gefahr eines erneuten Krankheitsausbruches. Bei Fieber und Kopfschmerzen werden in der Regel Präparate mit Acetylsalizylsäure oder Paracetamol verordnet. Eine akute Bronchitis muss gründlich auskuriert werden, da sonst die Gefahr einer dauerhaften Schädigung der empfindlichen Schleimhaut besteht. Die Folge sind häufig wiederkehrende Bronchitiden, die zu einer chronischen Bronchitis führen können.

Wie kann man den Gesundungsprozess noch weiter fördern?
Eine der wichtigsten Maßnahmen ist, nicht mehr zu rauchen. Sie rauchen gar nicht? Gut, aber achten Sie auch darauf, sich nicht an verrauchten oder schadstoffbelasteten Orten aufzuhalten, denn auch passives Rauchen schadet den Bronchien, besonders wenn sie entzündet sind.
Das richtige Raumklima ist wichtig. Halten Sie die Räume, in denen Sie sich aufhalten, warm, überheizen Sie sie aber nicht. Durch eine ausreichende Luftfeuchtigkeit trocknen die Atemwege nicht so stark aus. Das erleichtert die Atmung und vermindert den Hustenreiz. Die richtige Luftfeuchte lässt sich ganz einfach durch feuchte, über die Heizung gehängte Tücher erhöhen. Achten Sie auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, vor allem bei Fieber. Gut ist es, wenn Sie 2 bis 2 1/2 Liter am Tag trinken. Am besten geeignet sind stilles Mineralwasser oder ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee. Zwingen Sie sich bei Appetitlosigkeit nicht zum Essen, hören Sie hier auf die Bedürfnisse ihres Körpers und gönnen sich auch ausreichend Ruhe und Zeit, um die Erkrankung auszukurieren.
Zusätzlich können Sie Ihre geschwächte Abwehrkraft durch die ausreichende Zufuhr von Vitaminen, z.B. in Form von Zitrusfrüchten, Vitaminsäften oder durch geeignete Vitaminpräparate unterstützen. Lassen Sie sich hierzu sachkundig in der Apotheke beraten.
Die Lungenentzündung, medizinisch auch Pneumonie genannt, ist eine akute Entzündung größerer Bereiche der Lungen. Gleichzeitig sind oft auch das Lungen- und Rippenfell mit betroffen.

Wie kommt es zu einer Lungenentzündung?
Eine Lungenentzündung entwickelt sich oft aus einem zunächst harmlos erscheinenden Infekt der oberen Atemwege, also Hals, Nasen-Rachenraum und Bronchien, durch Bakterien, Viren oder Pilze. Im Verlauf der Entzündung schwillt die Schleimhaut in den Atemwegen an und es wird vermehrt Schleim gebildet. Es kommt zu einer zunehmenden Blockierung der Atemwege. Der gestaute Schleim bildet dann einen guten Nährboden für das Wachstum der Krankheitserreger, die dann weiter bis ins Lungengewebe vordringen.
Eine Lungenentzündung kann aber auch durch eingeatmete Fremdkörper, zum Beispiel Essenspartikel oder gasförmige Reizstoffe, entstehen.

Welche Beschwerden treten bei einer Lungenentzündung auf?
Eine Lungenentzündung wird von hohem Fieber zwischen 39 und 40 Grad Celsius begleitet, das zunächst mit Schüttelfrost beginnt. Zu Beginn tritt ein trockener schmerzhafter Husten auf. Im fortschreitenden Krankheitsverlauf wird dann zäher Schleim ausgehustet, der nach einigen Tagen auch Blut enthalten kann. Weitere Beschwerden sind Schmerzen im Brustraum, Kopf- und Gliederschmerzen sowie starke Abgeschlagenheit. Bei einer schweren Lungenentzündung ist das Atmen stark erschwert und der Patient atmet sehr schnell und flach.

Wie wird eine Lungenentzündung behandelt?
Beim Verdacht auf eine Lungenentzündung erhält der Arzt durch Abhören und Abklopfen der Lunge sowie durch eine Untersuchung von Blut und Schleim Hinweise auf die Krankheitsursache sowie das weitere therapeutische Vorgehen. Manchmal wird auch eine zusätzliche Röntgenuntersuchung gemacht.
Eine Lungenentzündung ist eine schwere Atemwegserkrankung, die auch lebensbedrohlich sein kann. Sie muss unbedingt ärztlich behandelt werden. Insbesondere bei der Erkrankung von Säuglingen und Kleinkindern, Menschen mit geschwächter körpereigener Abwehr oder alten Menschen, ist eine schnelle Behandlung durch den Arzt oder sogar im Krankenhaus notwendig.
Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Antibiotika. Bei schweren Atembeschwerden erhält der Patient zusätzlich mit Sauerstoff angereicherte Luft. Sofortige Bettruhe und absolute körperliche Schonung sind neben der medikamentösen Therapie erforderlich, damit der Körper genügend Energie für die Krankheitsabwehr zur Verfügung hat. Besonders wichtig ist eine reichliche Flüssigkeitszufuhr und eine Befeuchtung der Luft, was die Atemschwierigkeiten und den Hustenreiz mildert.

Wie lange dauert eine Lungenentzündung?
Bei einem Menschen mit ansonsten guter Konstitution heilt eine Lungenentzündung normalerweise im Verlauf von zwei bis drei Wochen ab. Viele Patienten fühlen sich aber auch danach noch einige Wochen lang matt und abgeschlagen. Zur Stärkung der körpereigenen Abwehr und zur Besserung des Befindens sind eine vitaminreiche Ernährung und eventuell Präparate, die das Immunsystem stärken, eine sinnvolle Maßnahme, um den Genesungsprozess zu fördern.

Schlafstörung

Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. In diesem Zustand schalten die meisten Organe auf Sparflamme. Der Körper kann sich dabei regenerieren und neue Kräfte sammeln. Längerer Schlafentzug führt zu ernsten gesundheitlichen Störungen. Genügend Schlaf ist also wichtig für die Gesundheit.
Das individuelle Schlafbedürfnis ist dabei recht unterschiedlich und im Laufe des Lebens verändert es sich zudem stark. Während Säuglinge bis zu 20 Stunden am Tag verschlafen, benötigen Kleinkinder nur noch 10-12 Stunden und Schulkinder kommen schon mit 9-10 Stunden Schlaf aus. Im Erwachsenenalter brauchen wir durchschnittlich 8 Stunden Schlaf und älteren Menschen reichen sogar nur 5-6 Stunden.

Welche Arten von Schlafstörungen gibt es?
Grundsätzlich lassen sich vier unterschiedliche Arten von Schlafstörungen unterscheiden.
Einschlafstörungen: Den Betroffenen gelingt es oft stundenlang nicht, einzuschlafen.
Durchschlafstörungen: Wer daran leidet, wacht nachts häufig auf, kann nur schlecht wieder einschlafen und liegt dann oft stundenlang wach.
Vorzeitiges Wachwerden: Die Betroffenen wachen auf, obwohl sie noch nicht ausgeschlafen sind, können dann aber auch nicht mehr einschlafen.
Schlafbezogene Atmungsstörung: Die Betroffenen haben während des Schlafs Atemaussetzer, die zu einem Abfall der Sauerstoffsättigung des Blutes führen können. Dies fällt häufig dem Lebenspartner auf, da die Betroffenen zudem in vielen Fällen schnarchen.
Gleich an welcher Schlafstörung man leidet, die Folgen sind immer, dass man sich am nächsten Tag völlig übermüdet und nicht leistungsfähig fühlt.
Nahezu alle Menschen haben Phasen, in denen sie schlecht oder wenig schlafen. Meistens kommt das in Lebenssituationen vor, die mit beruflichen oder privaten Veränderungen, Aufregungen und Sorgen zusammenhängen und einen so stark beschäftigen, dass der Schlaf verdrängt wird. Derartige Schlafstörungen sind, wenn sie nur vorübergehender Natur sind, ganz normal. Neben den unten genannten Tipps für besseren Schlaf, können in solchen Fällen auch pflanzliche Mittel, z.B. mit Hopfen, Baldrian, Melisse und Johanniskraut, für eine gewisse Zeit hilfreich sein, da sie beruhigend und schlaffördernd wirken. Entsprechende Teemischungen oder Fertigpräparate gibt es in der Apotheke.

Wann muss man mit Schlafstörungen zum Arzt?
Zahlreiche körperliche oder seelische Gründe können zu Schlafstörungen führen. Wenn sich der Schlaf also nach einiger Zeit nicht von selbst wieder einstellt, sollten die Ursachen vom Arzt abgeklärt und eventuell behandelt werden. Schlafmittel für längere Zeit und ohne ärztliche Kontrolle einzunehmen, ist gefährlich. Hiermit werden die wirklichen Ursachen auch nur verdrängt, aber nicht behoben.
Falls die Schlafstörungen in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen stehen, müssen diese natürlich vorrangig behandelt werden. Ist die Krankheit überwunden, stellt sich dann auch der Schlaf wieder ein.
Oftmals sind aber auch ernste seelische Konflikte für den Schlafmangel verantwortlich, die alleine nicht überwunden werden können. In diesen Fällen gilt es diese z. B. mit der Hilfe eines Therapeuten aufzuarbeiten. Ob auch der Einsatz von Schlafmittel zur Behandlung über einen gewissen Zeitraum sinnvoll ist, entscheidet der Arzt im Rahmen seiner Therapie.

Was kann man selbst gegen Schlafstörungen tun?
Die richtigen äußeren Bedingungen sind eine Grundvoraussetzung für guten Schlaf. Schaffen Sie sich hierzu also den passenden Rahmen und sorgen Sie für:ein ruhiges Schlafzimmer, ohne Licht- und Lärmbelästigung eine angenehme, nicht zu hohe Raumtemperatur eine gute Belüftung und ausreichenden Luftaustausch ein bequemes, wirbelsäulenfreundliches Bett mit verstellbarem Lattenrost ein körpergerechtes Kopfkissen, das die Halswirbelsäule entlastet Bettzeug, das die Körperfeuchtigkeit gut aufnimmt.Nicht selten sind auch die abendlichen Eß- und Trinkgewohnheiten an den Schlafschwierigkeiten schuld. Auf zu üppige Mahlzeiten und anregende Getränke am späten Abend sollte man lieber verzichten. Sie können aber noch einiges weitere tun, um Ihren Schlaf zu fördern.Versuchen Sie, regelmäßige Zeiten für Zubettgehen und Aufstehen einzuhalten. Nutzen Sie die Abendstunden zur Entspannung und stimmen Sie sich auf die Nachtruhe ein. Gönnen Sie sich vor dem Schlafengehen Zeit zur Muße, z.B. mit Lesen, Plaudern, einem kleinen Spaziergang oder einem warmen Bad mit entspannungsfördernden Badezusätzen. Kurz vor dem Zubettgehen sollten Sie keine an- oder aufregenden Dinge tun, daher besser auf den nervenaufreibenden Krimi im Fernsehen verzichten. Schalten Sie ganz bewusst ab. Hilfreich können hierbei das Erlernen von Autogenem Training, Atemübungen oder Yoga sein.

Schutzimpfung

Hierzu einige Informationen:

Die Grippeschutzimpfung, die Sie im letzten Jahr erhalten haben, ist leider in der aktuellen Grippesaison nicht mehr wirksam.
Der neue Impfstoff ist unter Berücksichtigung der aktuellen Grippeepidemieviren neu produziert worden.
Sie sollten sich insbesondere dann gegen die Grippe impfen lassen:
wenn Sie älter als 60 Jahre sind,
wenn Sie ein geschwächtes Immunsystem haben oder an einer chronischen Erkrankung leiden (z.B. Tumorerkrankungen, chron. Bronchitis (COPD), Diabetes mellitus, schwere Leber- und Nierenerkrankungen),
wenn Sie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind oder die sich häufig unter vielen Menschen aufhalten
Wir empfehlen Ihnen auch, sich gleichzeitig gegen den Erreger der Lungenentzündung impfen zu lassen: Pneumokokkenschutzimpfung


Pneumokokkenschutzimpfung

Besonders gefährdeten Patienten empfehlen wir die Schutzimpfung gegen bestimmte Erreger von Lungenentzündungen.
Folgende Patienten sollten sich gegen die sogenannten Pneumokken impfen lassen:
Patienten mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Erkrankungen (z.B. Tumorerkrankungen, Diabetes mellitus, Herz- und Kreislauferkrankungen, schwere Leber- und Nierenerkrankungen),
Patienten, bei denen die Milz entfernt werden musste,
Patienten mit chronischer Bronchitis (COPD).
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung