Übersicht:

  • Blutzuckermessung
  • Diabetes mellitus erkennen
  • Diabetes mellitus Typ II
  • Ernährung

Blutzuckermessung

Diabetes tut nicht weh und die Betroffenen merken oft lange nichts von ihrer Erkrankung. Doch gerade hier liegt die Gefahr. Durch die ständig erhöhten Blutzuckerspiegel kann es zu ernsthaften Folgeerkrankungen kommen. Zu ihnen gehören:

  • Verkalkungen und Verengungen der Gefäße
  • erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Schwächung der Sehkraft bis hin zur Erblindung
  • Nierenschädigung bis hin zum totalen Nierenversagen
  • Nervenschäden, mit weitreichenden Folgen, z. B. Missempfindungen wie Brennen oder Kribbeln, Nachlassen von Temperatur- und Schmerzempfindlichkeit, Nervenschmerzen an Armen und Beinen, Impotenz

Diese Folgeerkrankungen sind oft mit erheblichen Einbußen an Lebensqualität verbunden und bei einem un- oder schlechtbehandelten Diabetes ist die Lebenserwartung deutlich verkürzt. Die Früherkennung eines Diabetes ist daher immens wichtig. Eine möglichst normnahe Blutzuckereinstellung ist der beste Schutz vor diabetischen Folgeschäden.

Wie wird eine gute Einstellung der Blutzuckerwerte erreicht?
Hierzu müssen Zuckerkranke oft verschiedene Medikamente einnehmen oder auch Insulin spritzen. Da der Energiebedarf des Körpers und damit auch der Blutzucker stark von verschiedenen Situationen abhängt, z. B. zugeführter Nahrung, körperlicher oder seelischer Belastung und sogar z. T. der Wetterlage, ist eine Anpassung der Medikamentendosis, vor allem aber der Menge des gespritzten Insulins notwendig. Der dabei entscheidende Wert ist die Konzentration des Blutzuckers, der heute mit einfach zu bedienenden Blutzuckermessgeräten auch sehr leicht selbst vom Patienten gemessen werden kann.

Was muss man bei der Blutzuckermessung beachten?
Diabetiker, die Insulin spritzen, müssen grundsätzlich, meist mehrmals am Tag, ihren Blutzuckerwert bestimmen. Die Messungen sind wichtig, um durch eine Anpassung der Insulinmengen den Zuckerwert möglichst immer im Bereich des Normalen zu halten. Er soll dabei weder zu hoch, noch zu niedrig werden, denn beides ist schädlich und kann auch gefährlich werden. Insulinpflichtige Diabetiker sollten im Allgemeinen vom behandelten Arzt ausführlich über die notwendigen Blutzuckermessungen und deren Durchführung mit einem Messgerät unterwiesen werden.
Diabetiker, die kein Insulin spritzen, müssen nicht unbedingt eigene Blutzuckermessungen durchführen. Eine regelmäßige Kontrolle erleichtert es ihnen und ihrem Arzt aber, verschiedene Blutzuckersituationen richtig einzuschätzen und somit eventuell eine bessere Einstellung zu finden.

Wie und wann misst man richtig, wenn man kein Insulin spritzt?
Blutzuckermessungen sollten nur ganz gezielt durchgeführt werden, um sich einen guten Überblick zu verschaffen. Das Ergebnis Ihrer Messungen sollten Sie in einem Blutzucker-Protokollheft aufschreiben und dabei Datum, Uhrzeit und gegebenenfalls eine Anmerkung über Tagesbesonderheiten nicht vergessen.
Sinnvoll ist das 1-2malige Messen in der Woche jeweils des Nüchtern-Blutzuckers und des Blutzuckers 2 Stunden nach einer Hauptmahlzeit. Bei körperlichen Aktivitäten, sollten Sie eine Messung vor und eine Messung unmittelbar im Anschluss an die Bewegungsaktivität vornehmen. So können Sie selbst gut erkennen, wie die körperliche Bewegung den Blutzucker verbessert. Weitere Blutzuckermessungen sind sinnvoll in außergewöhnlichen Situationen, die den Zuckerstoffwechsel beeinflussen können. Hierzu gehören z. B.:

  • Üppige oder zuckerreiche Mahlzeiten (Messung 2 Stunden nach der Mahlzeit)
  • Situationen mit erhöhtem Stress
  • Krankheiten
  • Klimatische Veränderungen, wie z. B. im Urlaub

Wie wird ein Blutzuckermessgerät richtig benutzt?
Blutzuckermessgeräte können nach unterschiedlichen Prinzipien arbeiten und dadurch die Zuckermenge, genauer gesagt die Menge der Glukose im Blut bestimmen. Es ist daher wichtig, dass Sie die Bedienungsanleitung Ihres Gerätes genau durchlesen und die Bedienungshinweise sorgfältig beachten.
Für die Blutzuckermessung benötigen Sie das Messgerät, einen Teststreifen, eine Lanzetten-Stechhilfe und Tupfer zur Desinfektion des Fingers vor dem Stechen. Schalten Sie zunächst das Gerät ein. Wenn Sie eine neue Packung mit Teströhrchen beginnen, müssen Sie in der Regel vor dem Einschalten erst den neuen Code-Chip aus der Teststreifenpackung in das Messgerät einstecken. Legen Sie nun einen Teststreifen in das eingeschaltete Gerät ein. Nehmen Sie Ihre Stechhilfe und stechen sich damit seitlich in eine saubere, zuvor desinfizierte Fingerkuppe. Drücken Sie leicht auf die Fingerkuppe und übertragen den dabei austretenden Blutstropfen auf das Messfeld des Teststreifen. Achten Sie darauf, dass das Messfeld vollständig mit Blut bedeckt ist. Bei korrekter Handhabung beginnt das Gerät nun mit dem Messvorgang und zeigt Ihnen nach ca. ½ Minute den Blutzuckerwert an. Notieren Sie nun den Wert in Ihrem Protokollheft mit Datum und Uhrzeit. Entfernen Sie den Teststreifen aus dem Gerät und schalten es aus.

In welchem Rahmen sollten die Blutzuckerwerte liegen?
Ihre Blutzuckerzielwerte sollten

  • nüchtern im Bereich zwischen 70 bis unter 100 mg/dl (auch: mg%, Milligramm-Prozent) und
  • 2 Stunden nach dem Essen unter 140 mg/dl

liegen.

Beachten Sie bitte, dass Blutzuckermessungen nur Sinn machen, wenn Sie daraus auch die entsprechenden Konsequenzen ziehen. Wenn Sie also wiederholt zu hohe Blutzucker-Werte haben:

  • Überprüfen Sie Ihre Ernährung. Hierbei kann ein Ernährungstagebuch hilfreich sein. Stellen Sie Ihre Essgewohnheiten auf eine gesunde, diabetesgerechte Nahrungsmittelzusammenstellung und -menge um.
  • Reduzieren Sie Übergewicht.
  • Bewegen Sie sich mehr. Regelmäßige sportliche Aktivitäten wirken sich günstig auf den Blutzucker aus.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre medikamentöse Einstellung, eventuell muss auch über Insulingaben nachgedacht werden.

Diabetes erkennen

Welche Warnzeichen für den Diabetes gibt es?
Alterszucker, medizinisch Diabetes mellitus Typ II genannt, tritt etwa ab dem 40. Lebensjahr auf. Da sich die Erkrankung schleichend entwickelt, bleibt sie meist lange Zeit unerkannt. Erste Anzeichen werden von den Betroffenen entweder kaum beachtet oder nur selten im Zusammenhang mit einer möglichen Zuckererkrankung gesehen. Warnzeichen, die man erst nehmen sollte, können sein:

  • starkes Durstgefühl
  • häufiges Wasserlassen
  • ständige Müdigkeit
  • Heißhunger auf Süßes
  • Juckreiz
  • Sehstörungen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schmerzen oder Missempfindungen wie z.B. Kribbeln in den Füßen oder Beinen

Wie kann man Diabetes frühzeitig erkennen?
Schätzungsweise jeder dritte Betroffene weiß selber nichts von seiner Zuckerkrankheit und geht damit hohe Gesundheitsrisiken ein. Daher sollte man, zur frühzeitigen Erkennung eines Diabetes, ab dem 40. Lebensjahr einmal jährlich einen Zuckertest durchführen. Dieser Test ist denkbar einfach. Hierzu wird ein Teststreifen, den es in jeder Apotheke gibt, in den Urin gehalten. Enthält der Urin Zucker, was in der Regel nur bei einem Diabetes vorkommt, wird das auf dem Teststreifen durch eine Farbänderung angezeigt.
Auch im Rahmen eines regelmäßigen Gesundheitschecks bei Ihrem Hausarzt, kann die Zuckerkrankheit erkannt werden. Hierzu bestimmt der Arzt die Zuckermenge im Blut. Dafür ist eine morgendliche Blutentnahme notwendig, vor der Sie noch nicht gefrühstückt haben dürfen.
Wer ein erhöhtes Risiko hat, an Diabetes zu erkranken, der sollte auch bereits vor dem 40. Lebensjahr regelmäßige Kontrollen seines Blutzuckers und auf eventuell vorhandenen Zucker im Urin durchführen lassen. Hierzu gehören:

  • Menschen, deren Vater, Mutter oder Geschwister an Diabetes leiden
  • Übergewichtige
  • Menschen mit Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Gicht oder Herz-Kreislauferkrankungen
  • Frauen, die während einer Schwangerschaft eine Störung oder gar einen Diabetes hatten, auch wenn das Problem nach der Schwangerschaft wieder beseitigt war
  • Frauen, die Kinder mit einem Gewicht von über 4,5 kg geboren haben

Diabetes mellitus Typ II

Alterszucker, medizinisch Diabetes mellitus Typ II genannt, tritt etwa ab dem 40. Lebensjahr auf. Da sich die Erkrankung schleichend entwickelt, bleibt sie meist lange Zeit unerkannt. Erste Anzeichen werden von den Betroffenen entweder kaum beachtet oder nur selten im Zusammenhang mit einer möglichen Zuckererkrankung gesehen.

Wie kommt es zum Typ II Diabetes?
Normalerweise wird der Blutzuckerspiegel durch Hormone wie das Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, sehr genau eingestellt. Sobald der Blutzucker ansteigt, zum Beispiel nach einer Mahlzeit, sorgt das Insulin dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden kann, wo er zur Energiegewinnung genutzt wird. Bei Typ II Diabetikern ist dieser feinabgestimmte Stoffwechselmechanismus gestört. Die Körperzellen reagieren nicht mehr ausreichend auf das körpereigene Insulin. Oft kann dann aber auch die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genügend Insulin produzieren, um die verringerte Wirksamkeit durch erhöhte Hormonmengen auszugleichen. Die Folge davon ist, dass der Zucker nicht mehr in die Zellen geschleust und verarbeitet werden kann, sondern im Blut bleibt bzw. große Mengen davon mit dem Urin ausgeschieden werden.
Übergewicht ist eine häufige Ursache, die an der Entstehung eines Alterszuckers beteiligt ist.
 

Wie wird ein Typ II Diabetes behandelt?
Zwar ist die Veranlagung zum Diabetes ererbt, falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel sind aber in der Regel die auslösenden Faktoren dieser Erkrankung. Die Behandlung besteht demzufolge aus einer Reihe von Maßnahmen, die auf die positive Beeinflussung dieser Faktoren abzielen. Wichtige Grundpfeiler einer Diabetesbehandlung sind daher:

  • Ernährung
  • Medikamente
  • Selbstkontrolle
  • Bewegung

Ernährung:
Der Verzehr von Zucker und aller zuckerhaltiger Nahrungsmittel muss strikt eingeschränkt werden. Da Kohlenhydrate im Körper auch in Zucker umgewandelt werden, muss ihre Zufuhr ebenfalls begrenzt sein. Hierzu bedient man sich der Berechnung nach sogenannten Broteinheiten. Um ein zu starkes Ansteigen des Blutzuckers mit hohen Spitzenwerten zu vermeiden, sollen kleine Mahlzeiten in Abständen von 2 - 3 Stunden eingehalten werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach Kohlenhydrat-Austauschtabellen und Ernährungsplänen. Sie erleichtern Ihnen die Einhaltung der Diabetes-Diät.

Medikamente:
Je nachdem, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist und wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch produziert, können blutzuckersenkende Tabletten, das Spritzen von Insulin-Präparaten oder auch eine Kombination aus beidem notwendig sein. Bei bestehendem Übergewicht reicht nach entsprechendem Abnehmen oft eine geringere Medikamentendosis und in günstigen Fällen kann sogar ganz auf Medikamente verzichtet werden.

Selbstkontrolle:
Um diabetischen Folgeschäden vorzubeugen, ist eine möglichst normnahe Einstellung des Blutzuckers extrem wichtig. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen müssen daher durchgeführt werden, um die Dosierung der Medikamente eventuell entsprechend anpassen zu können. Dazu reichen die gelegentlichen Kontrollen des Arztes nicht aus. Ein Diabetiker muss daher selbst, manchmal mehrmals täglich, seine Blutzuckerwerte messen. Hierzu gibt es heute sehr effektive und leicht zu bedienende Messgeräte.

Bewegung:
Regelmäßige körperliche Aktivitäten, die eine Ausdauerleistung verlangen, tragen zur Blutzuckersenkung bei. Außerdem trainieren sie das bei Diabetikern besonders gefährdete Herz-Kreislaufsystem. Sportarten wie Wandern, Radfahren, Schwimmen, Gymnastik, Joggen oder auch Tanzen sind geeignet.

Ernährung

Diabetesgerechte Ernährung bedeutet zunächst einmal, auf Zucker und zuckerhaltige Nahrungsmittel konsequent zu verzichten und die Zufuhr von Kohlenhydraten kontrolliert zu reduzieren. Eine wichtige Maßnahme ist auch Übergewicht abzubauen. Dies gelingt mit fett- und kalorienreduzierter Ernährung. Die Gewichtsreduktion hilft, den diabetischen Stoffwechsel zu stabilisieren und Medikamente einzusparen. Es gibt übergewichtige Typ II-Diabetiker, die mit Erreichen des Normalgewichts sogar wieder ohne Medikamente auskommen.

Weshalb muss die Menge der zugeführten Kohlenhydrate kontrolliert und begrenzt werden?
Unter dem Begriff Kohlenhydrate fasst man alle Substanzen zusammen, die aus Zuckern bestehen. Es gibt einfache Kohlenhydrate wie zum Beispiel den Traubenzucker und komplexe Kohlenhydrate, in denen viele Zuckermoleküle miteinander verbunden sind. Auch aus ihnen wird im Körper nach und nach Traubenzucker freigesetzt. Kohlenhydrate erhöhen den Blutzuckerspiegel unmittelbar, und zwar um so schneller und stärker, je einfacher ihre Struktur ist. Daher sollen einfache Kohlenhydrate strikt gemieden und komplexe Kohlenhydrate nur bedingt verzehrt werden.

Einfache Kohlenhydrate sind Traubenzucker, Haushaltszucker, Malzzucker und Honig. Sie sollten für Diabetiker tabu sein. Gleiches gilt für zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke wie zum Beispiel Limonaden. Aber auch Obst, zuckerhaltige Fruchtsäfte und Alkoholika sowie Bier sind reich an Zucker und einfachen Kohlenhydraten und daher weitgehend verboten. Dennoch müssen Diabetiker nicht ganz auf Süßes verzichten. Ersatzweise kann man mit Süßstoffen oder Zuckeraustauschstoffen wie Fruchtzucker beim Kochen und Backen nachhelfen.

Komplexe Kohlenhydrate sind in allen Getreideprodukten, also Brot, Teigwaren, Grieß, Haferflocken sowie in Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Gemüse enthalten. Weil sie langsamer in die Blutbahn gelangen, sind sie bedingt erlaubt, müssen aber im Ernährungsplan als Broteinheit (abgekürzt: BE) berücksichtigt werden. Die Broteinheit ist eine Berechnungsgröße für die Zufuhr an verdaulichen Kohlenhydraten.

ine BE entspricht dabei 12 Gramm Kohlenhydraten. 1 Gramm Kohlenhydrate liefert 4 Kilokalorien an Energie, eine Broteinheit entspricht demzufolge 48 Kilokalorien. Broteinheiten können beliebig gegeneinander ausgetauscht werden, so dass man seinen Speiseplan auch bei einer Diabetesdiät abwechslungsreich gestalten kann. Für Diabetiker gibt es umfangreiche Austauschtabellen, die beim Zusammenstellen eines geeigneten Speiseplans sehr hilfreich sind. Hiermit kann man auf langes Herumrechnen verzichten, wichtig ist dann nur noch das Abwiegen der einzelnen Nahrungsmittel. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach diesen praktischen Hilfen.

Wie viel Eiweiß und Fett darf ein Diabetiker essen?
Eine ausgewogene Ernährung soll die täglich aufgenommene Energiemenge aus etwa 50% Kohlenhydraten, 15% Eiweißen und maximal 35% Fetten liefern. Das entspricht etwa 60 - 70 Gramm Fett pro Tag. Eine Hälfte davon darf Koch- und Streichfett sein und entspricht mengenmäßig etwa 1 Esslöffel Öl und 3 Teelöffel Margarine oder Butter. Die andere Hälfte ist meist als verstecktes Fett in Wurst, Käse und Fleisch enthalten. Zum Abnehmen ist es wichtig, möglichst fettarm zu essen. Achten Sie also auf fettarme oder fettreduzierte Lebensmittel und verwenden Sie so oft wie möglich fettarme Garmethoden wie Dünsten, Römertopf oder fettfreies Braten in speziell beschichteten Pfannen.
Der Eiweißanteil im Ernährungsplan eines Diabetikers unterliegt zwar keinen Beschränkungen, eine hohe Eiweißzufuhr belastet jedoch sehr stark die Nieren. Daran sollten Sie also denken und nicht zu eiweißreich, also z.B. sehr viel Fleisch, essen.

Alle 2 - 3 Stunden eine kleine Mahlzeit
Damit der Blutzuckerspiegel möglichst ausgeglichen bleibt, sollten keine großen Nahrungsportionen auf einmal verzehrt werden, denn hiermit ist jedes Mal auch eine größere Menge an Kohlenhydraten zu bewältigen. Die lassen dann den Blutzucker stark ansteigen. Auch zu große Abstände zwischen den Mahlzeiten lassen den Blutzuckerspiegel stark schwanken. Besser sind daher 6-7 kleine Mahlzeiten regelmäßig über den Tag verteilt. Hierbei gelangt, in nicht zu weit auseinanderliegenden Zeiten, jeweils eine kleine Menge an Zucker ins Blut, die dann besser verwertet werden kann. Diese Ernährungsweise ist auch wichtig im Zusammenhang mit der Einnahme von blutzuckersenkenden Medikamenten, wie speziellen Tabletten oder Insulin.

Diabetes und Alkohol vertragen sich nicht!
Alkoholische Getränke wie normales Bier, süße Weine, Likör und Sekt sind für Diabetiker verboten, da sie zu hohe Zuckermengen enthalten. Aber auch der Alkohol selbst greift stark in den Stoffwechsel ein und kann den Zuckerspiegel stark schwanken lassen. Regelmäßiger Alkoholgenuss ist daher für Diabetiker besonders schädlich. Wer auf ein gelegentliches Gläschen nicht verzichten möchte, sollte dies mit seinem Arzt besprechen. Es gibt auch speziell für Diabetiker geeignete Wein- und Biersorten, die alkoholfrei und kohlenhydratreduziert sind.



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